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Vergleich der zugelassenen Verfahren zur Legionellen-Bekämpfung.

Nicht enthalten sind die reinen Barriere-Verfahren UV und Nano- / Ultra-Filtration.


Verfahren

CHLORDIOXID
ClO2

HYPO-CHLORIT
NaOCl

Ozon
O3

PAULYTH®
O2, O3,H2O2
HC
lO, ClO2
C
l2

THERMISCHE

Desinfektion
Effektivität Ja
-Hoch, mit Depotwirkung
Ja
-Mittel bis Hoch
-Mittlere Depotwirkung
Ja / Nein
-An der Impfstelle sehr hoch effektiv.
- Keine Depotwirkung

Ja
-Sehr hoch, mit Depotwirkung

Ja,
wenn jeder cm der Wasser-leitung erreicht wird und die Kontaktzeit ausreicht ist es effektiv.
- Keine Depotwirkung
(im Sinne des Wortes)

Toxizität
Ja
- Giftige
Säure
- Ätzungsgefahr.
- Durch Entgasung Gefahr d. Atemwegverätzung möglich.
- Überdosierungen können sehr gefährlich wirken.
-Hoch konzentriert->
Explosions-Gefahr.


-Niedrig konzentriert, max. 2-3 Wochen haltbat.
Ja
-Höheren Konzentra-tionen können Atem-
wegverletzungen
provozieren
Ja
-Sehr toxisch!

-Restozonvernichter könnte nötig sein

Nein
Nicht giftig
Nein
-Nicht toxisch, aber wegen Verbrühungsgefahr, nicht ohne Aufsicht durchführbar

Zuverlässigkeit Ja
-Nicht besonders, eine genaue Dosierung, besonders ins Kaltwasser, ist schwierig
(TVO)

Ja / Nein
-Bei 0,3mg/l (TVO) ist gegen Legionellen
nicht besonders effektiv
Ja
-Hoch
Ja
-Sehr hoch
Ja
-Bei den frei schwimmenden Keimen sehr effektiv

Biofilmzerstörung Ja Ja / Nein
-Schwach bis Mittelmäßig(0,3mg/l)
Ja / Nein
-Schwach bis Mittel und nur in der nähe der Impfstelle .
Ja Ja / Nein
-Schwach bis Mittel .
- In Stichleitungen und Bögen wird die nötige Temperatur und Kontaktzeit oft nicht erreicht.
Legionellenabtötung Ja Nein.
- Die zugelassene Höchstkonzentration reicht nicht aus(TVO)
Ja / Nein
-Nur die, die frei schwimmen und nah
an der Impfstelle sind.
-
In WW-Zirkulationen ist die Wirkung höher.

Ja Ja / Nein
-Nur die, die erreicht werden
Resistenzbildung Nein / Ja
-Selten-> Nur bei schwacher
Qualität / Konzentration

Ja Nein
voraussetzung ist, dass die Konzentration und die Reinheit des Ozons gesichert sind

Nein Nein
Korrosionsgefahr Nein / Ja
-Konzentrationsabhängig können Korrosionen entstehen.
Ja
greift Eisen, Aluminium und viele Kunststoffe
an.
Ja
besonders bei Eisen und bedingt bei Edelstahl. (z.B. V2A)
- Viele Kunststoffe werden brüchig.

Nein
-Bis 2% so gut wie nicht nachweisbar
-Normale Dosierung:
0,3% bis max. 0,9%
-Durchschnitt: 0,5%
Ja
-Zerstörerisch,
besonders bei verzinkten Rohren, beschichteten Materialien und Verbindungsstellen die mit verschiedenen Ausdeh-nungskoeffizienten miteinander verbunden sind.

Betriebskosten -Hoch bis sehr hoch.
-Niedrig. -Enorm bei feuchter Umgebung.
- Um effektiv Ozon zu produzieren, muss die Luftfeuchtigkeit fast auf NULL reduziert werden

-Sehr niedrig
max. 7-10 Ct/m³,
typisch:
5-7Ct/m³

-Enorm!!

Biologisch abbaubar ?

Nein
-Säure und Desinfekt.-
mittel
darf nicht direkt
ins Abwasser.
Ja
-Darf direkt ins Abwasser aber langsamer
biologische Abbau
Ja
-Weil es schnell zerfällt, kann es direkt ins Abwasser geführt werden
JA
-Kann direkt ins Abwasser geleitet werden

Ja
-Darf direkt ins Abwasser

Gefährliche
Betriebsmittel ?

Ja
-Hoch gefährliche
Betriebsmittel

(Salzsäure, Natriumperoxodisulfat-Laut Herstellerdatenblatt nur mit Atemschutz u. Schutzanzug)
Nein
-Wird selten vor Ort
produziert.
Ja
-Hochspannung


-Reiner Sauerstoff
Nein -
Kann gelagert und
transportiert
werden ?

Nein
-Muss vor Ort produziert werden.
-Konzentriert-darf nicht transportiert werden
(Explosions-Gefahr! )

Als schwache ClO2-Lösung
darf transportiert werden, aber
verliert nach ~3Wochen die
Desinfektionskraft.

Ja
-Kann transportiert und gelagert werden
Nein
-Nicht effektiv!
- Wird vor Ort produziert.

Ja
-Kann in geschlossenem Behälter mehrere Monate lagern.
- Kann ohne Gefahr transportiert werden.

-
Extra Kommentar -Effektives Desinfektionsmittel.
- Wegen der Säure ist aber
Fachpersonal und Extraraum Voraussetzung. -Schutzanzug und Atemschutzgeräte sind Vorgeschrieben.
-Bildet Chlorit.(lt. TVO begrenzt zugelassen)
-Konzentriert
:Giftig, kann Explodieren.
- Die erreichte Entkeimung bleibt erhalten, auch wenn die Anlage für mehreren Tage abgeschaltet wird (Depotwirkung)

-Der Dosiermittel-behälteraustausch, setzt Fachpersonal
voraus. -Geruchsbelästigung kann ein Problem werden.

-Bei einem Anlagenausfall steigt sehr schnell die Verkeimung, weil keine Depotwirkung zur Verfügung steht.
-Schwer richtig zu dosieren.


-Fachpersonal und Extraraum
-Meist nicht nur in den Zirkulationen teure Restozonvernichter nötig.
-Aktivkohle gilt als Sondermüll.
-Reiner Sauerstoff->
Explosionsgefahr

 

-Enthält keine Tri-Halogene
-Ist
TVO-konform.

-Keine gefährliche Betriebsmittel

-Keine Sonderschutz-maßnahmen

-Nicht giftig.

-Kein Sondermüll

-Die erreichte Entkeimung bleibt erhalten, auch wenn die Anlage für mehrere Tage abgeschaltet wird. (Depotwirkung)

-(bei T < 55° C) Schwache Entkeimung o. Wiederverkeimung, besonders in schwach oder nicht durchströmten Teilen der Leitung möglich.
-Rückverkeimung durch nicht behandeltes Kaltwasser möglich


Vom Desinfektionsmittel hervorgerufene „Scheinkorrosion“ beim Eisen( Rostablagerungen/Rostwasser)

Wenn der Biofilm angegriffen und abgetragen wird, werden sowohl der Biofilm als auch das im Biofilm eingeschlossenes Eisenoxyd aus den Leitungen ausgeschieden. Das führt zum „Rostwasser“. Die Dauer dieser Erscheinungen kann man nicht vorhersagen. Besonders wo Stagnationen entstehen, kann diese Zeit sehr lang sein. Bei Chronischen Stagnationen, bildet sich ständig neuer Rost(unterm Biofilm, korrodiert die Leitung weiter) Wenn kein- oder nur sporadisch frisches Desinfektionsmittel in diese Leitungen gelangt, dann hört die Korrosion so gut wie nie auf.

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